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zum Feldstufentest vom 10.05.

L4
Der Verein 2007
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Leistungsdiagnostik mit Oliver Elsenbach          logo_wallenborn04

Los ging es mit einer kleinen Vorbesprechung, Oliver hat mir eine paar Dinge erklärt und ich konnte ihm Fragen zum Ablauf stellen. Schnell umgezogen und dann ab auf die Waage um Gewicht und Körperfettanteil zu messen. Gewicht 56 kg, bei einer Größe von 1,71 und einem Körperfettanteil von 12,5 %.

Danach wurde mir die Maske für die Atemgasanalyse angezogen und die ersten Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen gezapft. Nun sollte ich mich erst einmal warm laufen, wir fingen an mit 9 km/h. Nervös war ich eigentlich nicht, aber verdammt gespannt, was mich heute noch erwartet. Die nächsten Tröpfchen Blut wurden entnommen und das Laufband wurde auf 12,5 km/h eingestellt. Jetzt wurde ich warm und das Tempo war für mich wesentlich einfacher zu laufen. Nach 4 min wurde wieder gestoppt, Blut entnommen und die nächste Stufe ging los. 4 min bei 16 km/h. So langsam perlten die ersten Schweißtropfen von der Stirn. Aber auch hier fühlte ich mich noch sehr gut. Die 4 min waren schnell um, wieder wurde kurz gestoppt um Blut zu entnehmen. Stufe 5 stand an, Oliver sagte;“ Jetzt stelle ich das Laufband auf 18 km/h, dass ist schon richtig schnell, wäre gut, wenn du 4 min schaffst!“ Ich habe genickt und es ging los. Die ersten 3 min gingen gut, dann sagte Oliver noch 1 min. So langsam fing ich an schwer zu schnaufen, irgendwann hieß es noch 30 Sekunden, ich konnte nicht mehr, ich lief am äußersten Ende von dem Laufband. Auf den letzten 10 sek ist es dann passiert, ein Tritt auf die letzte Kante des Laufbandes, Schock!!! Glücklicherweise ist nichts weiter passiert, außer das der Schreck durch meinen Körper fuhr. Das Laufband wurde gestoppt und mir wieder Blut entnommen. Das Blut wurde aber in den Beinen benötigt und daher kam da nicht mehr so viel aus dem Ohrläppchen. Nach dem Schrecken gleich wieder rauf auf`s Laufband, 9,5 km/h zum auslaufen, zum beruhigen und um wieder Spaß am laufen zu finden. Denn die Stufe vorher hatte mit Spaß nicht mehr viel zu tun. Mein Puls war von 210 innerhalb kurzer Zeit wieder auf 142. Oliver sagte, dass ich unheimlich schnell regeneriere.

Nach 10 min auslaufen, ging es erst mal unter die Dusche. In dieser Zeit wurden meine Ergebnisse ausgewertet. Als ich aus der Dusche kam und das Büro betrat, sagte Oliver:“ Wann hast Du vor die 3 Stunden auf Marathon anzugehen, dieses Jahr???“ Ich sagte nein, dass hat noch Zeit. Darauf meinte er: „Das könntest Du aber!“ Dann hat er mir meine Ergebnisse vor die Nase gehalten und sie mir erklärt. Er sagte, er kann mir genau sagen, wie ich bisher trainiert habe. Er erzählte mir, dass ich am liebsten in der aeroben Zone laufen, lange ruhige Läufe mache und daher Marathon jedem 10 km Lauf vorziehen würde. Wie Recht er doch hat….Meine Ausdauer ist perfekt, allerdings hapert es an der Schnelligkeit. Ein Laktatanstieg von 4,5 mmol/L bei 16 km/h auf direkt 12,5 mmol sagt ihm, dass ich nicht viel Tempotraining mache. (Besser gesagt, ich mache bisher gar keins. Mein Tempotraining sind meine Wettkämpfe.) Hier ist mein Spielraum und hier steckt mein Potenzial. Ich kann weitaus mehr, als was ich bisher leiste. Hier soll ich arbeiten, mit Bahntraining 10 x 200 m im Training und 3000 und 5000 m Bahnwettkämpfe. Er hat mir erklärt, dass beispielsweise bei 24 h Läufern der Laktat nicht höher als 4-5 mmol kommt und das diese Läufer zwar lange aber niemals schnell laufen können. Daher ist mein Laktathöchstwert von 12,5 mmol sehr gut und lässt hoffen.

Zur Atemgasanalyse sagte er, dass ich für eine Frau Top Ergebnisse erreicht habe. Dies sei aber Veranlagung und nicht auf das Training zurückzuführen. Wenn eine Frau bei der Spez. Sauerstoffaufnahme einen Wert von 60 überschreitet, ist das sehr gut. Bei mir wurden 62,47 ml/min/kg gemessen.

Meine hohen Pulwerte sind nicht schlimm und sagen absolut nichts aus. Außer dass mein Herz kein ist und daher mehr schlagen muss. Mein Puls war beispielsweise bei 9 km/h höher als bei 12 km/h. Meine maximale Herzfrequenz liegt bei 210 Schlägen/min.

Laut meiner Ergebnisse könnte ich noch in diesem Jahr eine 37:30 auf 10 km laufen. Als ich Oliver sagte, dass mir eine gute 39 min in Paderborn am Ostersamstag mehr als genug wären, sagte er, dass ich das auf jeden Fall schaffen kann ohne damit Gefahr zu laufen.

Meine Laktatbildung ist geringer, wenn ich mich langsam bewege als wenn ich nur auf dem Sofa liege. Mir ist selbst schon aufgefallen, dass ich einen Wettkampf besser laufe, wenn ich einen Tag zuvor einen Regenerationslauf absolviert habe, als wie wenn ich gar nicht gelaufen bin. Daher fällt die Laktatkurve in der Zeit, als ich 9 km/h gelaufen bin.

Ab sofort geht es jeden Donnerstag zum Bahntraining, dass war allerdings schon im Januar geplant und im Juni ist mein erster Bahnwettkampf über 5000m.

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