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Hier nun die Eindrücke vom 1. Marathonlauf aus Marlen´s Sicht:

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Der Verein 2007

Auf dem Weg nach Köln-Deutz im Zug sehe ich einige Läufer. Sie sind zu erkennen, an dem vom Köln Marathon ausgeteilten Kleiderbeutel. Im Zug setze ich mich neben einen anderen Läufer. Dieser ist genauso aufgeregt wie ich, da dies auch, wie bei mir sein erster Marathon ist. Abwechselnd schauen wir in den Himmel, da tümmeln sich viele dunkle Wolken. Die Frage, ob es regnen wird oder nicht, kann uns keiner beantworten. In Deutz angekommen laufe ich mit Martin Oberndörfer einem Vereinsmitglied und auch Teilnehmer des diesjährigen Köln Marathons in Richtung Messe. Ich bin beeindruckt von den vielen Menschenmassen, die sich vor dem Messeingang auf und ab bewegen. Nun aber schnell zur Beutelabgabe. Mein Beutel wird in Empfang genommen und in die Reihe zu den anderen gelegt. In der Halle riecht es nach Massageöl und ätherischen Ölen. Ich sehe einige Läufer die sich mit Vaseline bald jede Körperstelle einreiben. Ich frag mich wozu die dies tun und werde nur noch aufgeregter. Dies bestätigt auch der Blick zu meiner Pulsuhr. Herzfrequenz pendelt um die 110. Weiter geht es in Richtung Startaufstellung. Wir stellen uns in den Startblock. Aus den Lautsprechern erklingt Karnevalsmusik. Der Startschuss für die ersten Startblöcke ist schon gefallen, jetzt ist unser Block dran. Der Moderator feuert uns an 10....9.....8 und es geht los. Wir überqueren die Deutzer Brücke und so langsam geht es mir auch besser. Die Läufer sind fröhlich und nehmen mir die Aufregung. Die Atmosphäre ist traumhaft, das Wetter besser als befürchtet. Die Wolkendecke lockert auf und die Sonne strahlt auf die Köpfe der laufwilligen Läufer. Wahnsinn, ich hätte nie geglaubt, dass so viele Menschen am Straßenrand stehen. Die jubeln, tanzen, singen und feuern uns an. Martin habe ich schon bei Kilometer 5 aus den Augen verloren. Er dürfte ein ganzes Stück weiter vorn sein. Bei Kilometer 10 gesinnt sich ein Läufer zu mir. Er peilt die Zeit von 3:40 an. Mit ihm bin ich bis Kilometer 29 zusammen gelaufen. Wir haben uns viel unterhalten, so dass ich schon bald das laufen vergessen habe. Ein Blick auf die Kilometertafel sagt, dass wir schon 18 Kilometer hinter uns haben. Ich fange an rückwärts zu rechnen, noch 25 km das werde ich schon schaffen, rede ich mir ein. So laufen wir weiter ein Blick auf die Uhr sagt uns, dass wir gut in der Zeit liegen und unsere 3:40 schaffen könnten. Doch bei Kilometer 29 geht mir dann die Puste aus. Ich schicke meinen Laufbegleiter allein weiter, damit zumindest er noch die Zeit schafft. Ich kämpfe mich weiter, die Leute am Rand rufen mir zu „Marlen toll, du schaffst das“. Mein Namen steht auf meiner Startnummer, dass finde ich übrigens eine tolle Sache. Jetzt sehe ich auch noch einen Läufer am Straßenrand liegen, über ihm stützen 3 Sanitäter. Kurze Zeit später, sehe ich einen Krankenwagen, in diesem liegt ein anderer Läufer total verkabelt. Oje, denke ich mir, was tut man sich nur alles an. Wieder höre ich meinen Namen rufen, leider fehlt mir die Kraft mich umzudrehen. Dennoch muntert es mich auf und ich laufe weiter. Angekommen bei KM 40 und dann der Schock: Kopfsteinpflaster!!! Das tut weh! Kurze Zeit später, schon der nächste Hammer-die Deutzer Brücke. Eine heftige Steigung macht die Schmerzen in den müden Beinen bald unerträglich. Aber ich sehe das Ziel und schlage mich die letzen Meter auch noch durch. Im Ziel sehe ich meine Mutter und die Tränen vor Freude, kann ich nicht aufhalten. Jetzt bekomme ich meine Medaille um den Hals und diesem Moment sind auch alle Schmerzen vergessen. Der 1. Marathon ist geschafft!

 

Ich freue mich über den Eintrag
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