19.09. Sieg beim Löwenburglauf

Den Löwenburglauf bin ich vor 6 Jahren schon einmal gelaufen, damals war ich noch blutige Anfängerin und konnte 10 km um die 41 min laufen. Es ist gut, wenn man etwas Talent mitbringt und schon zu Anfang deutlich unter 45 min laufen kann ohne viel Trainingsaufwand zu betreiben. Damals habe ich für die 15,6 km lange Strecke im Siebengebirge mit 400 Höhenmetern 1:08:50 min gebraucht und auch damals gewonnen.

Dieses Jahr war Steffi Buss (mehrfache deutsche Meisterin im Berglauf) am Start. Ich war sicher, dass ich gegen sie keine Chance habe. Also habe ich mir beim Warmlaufen überlegt, dass ich sie Anfangs beobachten werde und versuche bei ihr dran zu bleiben. Der Startschuss fiel und ich lief direkt hinter ihr. Es geht direkt nach dem Start den Berg hoch, bis km 5 nur aufwärts. Schon nach 200 m Berghochlaufen, hatte ich das Gefühl, dass ist sehr langsam, langsamer als beim Warmlaufen. Ich habe überlegt was ich mache, vorbei an Steffi und versuchen weg zu laufen??? Nach 500 m als das Tempo nicht schneller wurde, bin ich dann vorbei. 100 m vor Steffi lief noch eine andere Frau, die mir am Start gar nicht aufgefallen war. Nach 1km war ich an der Spitze und bin mein Ding gelaufen. Bis km 11 steigt es immer wieder an, ab km 11 geht es nur noch Bergab. Zu keinem Zeitpunkt habe ich mich ausgepowert und lief nach 01:04:13 als erste Frau ins Ziel. Damit bin ich leider ganz knapp am Streckenrekord vorbeigeschrammt. Bergab konnte ich leider nicht so laufen wie ich wollte, da es durch den Regen sehr rutschig war und überall große glatte Steine auf den Wegen lagen. Ein falscher Tritt und das wäre es erstmal gewesen mit der Lauferei.

Heute habe ich leider dennoch starken Muskelkater in den Oberschenkeln vom Bergab laufen. Schließlich bedeutet das eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 4:07 pro 1000 m. Bergab war ich also deutlich schneller unterwegs. Die geborene Bergziege bin ich sicher nicht, denn so viel schneller wie vor 6 Jahren war das nun auch wieder nicht.

Fotograf: Jürgen Wolter