2 Wochen nach dem Köln Marathon hat mich die Lauflust wieder ganz schön gepackt und ich fuhr mit meiner Freundin Patricia ins Sauerland zum Rothaarsteig Rennen. Ein Lauf über 22,1 km mit 421 Höhenmetern bei diesmal 5 Grad und Nieselregen. Bei dem Lauf war ich schon einmal siegreich im Jahr 2006. Meine Tasche habe ich schon 3 Tage vor dem Rennen gepackt, da ich samt meinem Kind einige Tage bei meinen Eltern übernachtet habe. In meiner Tasche befanden sich leider nur die Nike Lunaracer. An sich ein super Schuh zum Schnelllaufen nur habe ich nicht bedacht, dass es sich ja um keinen Straßenlauf handelt. So war ich mit meinem Schuhwerk echt verloren auf der Strecke, sogar der Veranstalter spricht von Cross. Im Ziel hing mir die Matsche bis in den Haaren, da kann man wirklich von Cross sprechen, oder?
Bergauf ging es ja noch relativ gut, da meist asphaltiert war, auf den Höhen des Rothaarsteigs bekam ich dann aber die Probleme. Ich bin immer wieder im Matsch ausgerutscht und konnte keinen vernünftigen Laufschritt wagen. Nach kurzer Zeit hatte ich Schmerzen in der rechten Ferse. Wahrscheinlich von meinem unmöglichen rumgeier. Berg runter dann die wahre Katastrophe. Einige Abschnitte bin ich gegangen, weil mir das einfach zu riskant war. Ich wurde natürlich auch von einigen Mitstreitern belächelt wegen meinem Schuhwerk.
Die haben ja Recht aber irgendwie musste ich nun den Berg runter. So habe ich mich von vielen Männern überholen lassen und mich langsam aber einigermaßen sicher auf dem Weg nach unten gemacht. Die letzten 7 km verlaufen flach auf einem Weg wo Schotter aufgekippt ist!!! Hier konnte ich endlich wieder meinen Laufschritt rennen und jeden Menge Männer aufsammeln, die mich zuvor überholt und stehen gelassen haben. Mich störte es auch im Vergleich relativ wenig, dass die Steine sehr unangenehm waren unter meinem dünn besohlten und nicht profilierten Lunaracer... Die 2. Frau Carmen Otto kam 6 min nach mir im Ziel an.
Die Veranstaltung war wie im Jahr 2006 perfekt organisiert. Für das Wetter kann der Veranstalter ja nix. Dafür dass ich keine vernünftigen Schuhe habe bin ich auch selber verantwortlich. Die nächste Anschaffung werden ein Paar Trailschuhe sein, im Winter werd ich die sicher häufig brauchen.
Für die 22,1 km habe ich letzendlich 1:42:33 benötigt im Jahr 2006 war ich schneller mit 1:41:13. Da war auch keine Matsche. Fazit: die Veranstaltung sieht mich wieder, ich habe da zeitlich was gut zu machen :-)