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30. Internationaler Volkslauf - Rund um den Winterstein ( 30 km ) in Frankfurt am Main

Der Verein 2007

Marlen lag lange auf dem 4. Platz , konnte bei KM 26 die 3. Frau überholen und durch einen guten Endspurt bei KM 29 die 2. Position übernehmen und diese bis ins Ziel halten. Marlen berichtete das ihr durch ihren Trainingsrückstand viel Kraft fehlt, was sich vor allem bei den Bergaufabschnitten bemerkbar macht.

Sie lief bei 2:17:12 die ersten 10 km in 46 min, die zweiten in 49 min und die abschliessenden 10 km in 40 min.

Marlen hatte sich im Vorfeld auf P 5 eingestellt und ist nun mit dem 2. Platz und P 1 in der WHK überglücklich.

 

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Ich freue mich über den Eintrag
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Marlen`s Bericht zum Lauf :

Bin ich fit für den kommenden Frühjahrsmarathon ?????

 

Wer kann einem diese Frage schon beantworten? Wohl keiner, es sei denn, man nimmt an einem 30 km Lauf teil und beantwortet sich diese Frage selbst.

Morgens 6 Uhr geht der Wecker, schon um 6:50 Uhr schellt es an der Tür, Martin steht etwas verschlafen da und wir machen uns auf den Weg nach Friedberg ca. 30 km von Frankfurt entfernt.

105 min später in Friedberg angekommen, begrüßen wir erst mal Udo, er steht schon im Laufdress am Stand von Marathon & mehr. Dann bezahlen wir unser Startgeld, 8 Euro für 30 km ist doch mal ein sportlicher Preis.

9.30 Uhr fällt der Startschuss und wir werden zum Winterstein geschickt. Von der Autobahn aus, konnten wir diesen schon sehen. Kein schöner Anblick, denn das sah nach einer weiten und steilen Strecke aus. Wir laufen von Friedberg nach Rosbach und von km 2 bis 4 stetig aufwärts. Aus Rosbach heraus über die Autobahnbrücke und dann verlaufen die nächsten 5 km relativ flach, entlang der Autobahn. Hier sollte man sich nicht von der Geschwindigkeit der Autos verleiten lassen und ruhig weiterlaufen, denn die Strecke wird noch schwer genug. Bei km 10 ist man dann im Wald und kann sich bis km 12 psychisch auf den Anstieg von km 12-15 einstellen. Das Stück ist nicht ohne, meine Uhr stoppt hier unglaubliche 6 min/km, kaum zu glauben, entweder ist die Km-Auszeichnung nicht richtig oder ich bin wirklich so langsam, wie ich mich eigentlich auch fühlte. Ich habe mich bisher nicht verausgabt, denn hier hat man gerade mal Halbzeit. Durch die schlammigen Wege, klebt mittlerweile einiges an Schlamm an unseren Beinen. So müssen sich Wildschweine tagtäglich fühlen. Bei KM 15 ist man oben und hat das schlimmste geschafft...dachte ich. Hier oben liegt noch viel Schnee, die Wege sind für ca. 2 km stark vereist, später ist glücklicherweise Sand gestreut und mir weht ein eisiger Wind um die Ohren. Ängstlich tapere ich auf dem Eis entlang, da Angst zu fallen, denn was macht man dann??? Hier im Busch ist man aufgeschmissen. Sanitäter habe ich hier noch keine gesehen und die nächste Verpflegungsstelle kann 5 km entfernt sein. Also besser vorsichtig laufen und kein Risiko eingehen. Ab km 21 geht es dann abwärts, schneefreier Asphalt wartet auf uns und es wird auch immer wärmer, die Sonne taut die erfrorenen Ohren wieder auf. Hier macht sich auch mein bisher ruhiges Tempo bezahlt, denn ich habe jede Menge Kraft um schnell herunter laufen zu können, ganz unter dem Motto: „schnell weg aus dem Schnee!“ Von km 24-25 geht es mal wieder hoch, dass stand nicht auf meiner Rechnung und hier muss ich etwas beißen. Für 1 km laufen wir wieder bergab. Bei km 26 geht es nochmals kurz hoch, hier sehe ich eine Frau vor mir, dass muss die 3. sein, denn ich war bisher die 4. Ich lauf vorbei, es geht wieder abwärts und ich denke an die nur noch restlichen 4 km. Wir laufen wieder durch den Ort Rosbach. Ich gebe alles, alle aufbewahrten Kräfte übertrage ich auf die Laufstrecke, bei km 29 sehe ich dann die 2. Frau. Ein Läufer neben mir sagt: „Siehst Du sie? Komm die kriegen wir!“ Das kam mir nicht unbekannt vor, so was hörte ich schon öfter und weiß wie anstrengend das werden kann. Aber was soll es, noch 1 km, laufe ich den eben am Limit. Vorbei an ihr, 200 m weiter jubeln mir die Zuschauer zu, da ich die 2. Frau bin. Mir tut nun alles weh, ich habe Hunger, ich bin kaputt und meine Beine streiken, aber da sehe ich auch schon die rote Leuchtschrift der Uhr im Ziel. Martin steht da, freut sich und stürmt direkt zu mir um mir zu gratulieren. Martin berichtet, dass er Udo bei km 15 überholt hat und Udo seit 3,5 min im Ziel ist. Ich freu mich, dass wir 3, dass so gut gepackt haben und alle heil und zufrieden zurück sind. 

Ziel03
DSCI1129